Meine Lieben da draussen

 

Nachdem mich der Lockdown regelrecht aus der Weiterbildung geschüttelt hat, brauchte ich erst einmal etwas Zeit, um das Ganze etwas zu verdauen. Schon vor dem Lockdown habe ich mir „Home-Office-Yoga“ in Form von Online-Live-Klassen überlegt, dachte aber nicht, dass sich die Einschränkungen nun genauso schnell verbreiten wie der Virus. Nun stehe ich vor einem leeren Blatt Papier und weiss im Moment gar nicht, wie ich bezüglich Einkommen diese Leere nun füllen kann. Gestern war ich voll von „Home-Office-Yoga“ überzeugt. Ich stelle mir aber nun wirklich die Frage, ob das die Lösung ist. Wir sehen auf einer Seite, wie sich die Welt etwas erholt, der Himmel über China wieder blau ist und Delfine an der Küste Italien’s zu sehen sind. Das Internet zählt aber zu der grössten Umweltverschmutzung überhaupt. Jeder steigt nun auf Home-Office um. Jeder Yogalehrer möchte nun seine Stunden Online anbieten. 

 

Die Internetnutzung in Deutschland produziert jedes Jahr so viel CO2 wie der gesamte Flugverkehr. Und die Menge könnte sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, warnen die Forscher

 

Evtl. braucht es nun keine zehn Jahre mehr, um dies zu verdoppeln? Und evtl. wäre dies die „Green-Card“ für 5G? Ist diese Digitalisierung nur eine Gewichtsverlagerung unseres Umweltproblems? Natürlich nutze auch ich die Vorzüge des Internets aber soll es denn noch mehr werden?

 

Wie Ihr seht, mein Kopf ist voller Fragen und gleichzeitig stehe ich vor einem leeren Blatt Papier, welches ich BEWUSST füllen möchte.

 

Ich habe mich heute auf eine Medizinwanderung begeben und vor ein paar Wochen kam der Adler als Krafttier zu mir. Daher habe ich mich beschlossen, den Lockdown zur eigenen Sadhana-Praxis zu machen. Mich zurückzuziehen, in die Stille zu gehen und mich in der Natur mit den Elementen zu verbinden. Ich möchte keine unüberlegten Entscheidungen treffen, sondern mir auch Gedanken über die Konsequenzen machen. Denn in der Ruhe liegt die Kraft. Und wie der Adler möchte ich die Dinge aus der Vogelperspektive betrachten, um vielleicht eine grössere Sicht der Dinge zu bekommen. Daher wird bis zum 19. April 2020 vorerst kein Yoga, weder im Gruppenunterricht noch als „Home-Office-Yoga“ stattfinden. Ebenso werden auch keine Thai-Massage-Behandlungen stattfinden. Sämtliche Abos sind während dieser Zeit selbstverständlich unterbrochen. 

 

Ich hoffe, Ihr könnt meine Entscheidung akzeptieren. Zieht Euch selbst für Eure eigene Sadhana-Praxis zurück. Seid glücklich und gesund mit Euren Familienangehörigen und nutzt diese „Auszeit“ für die wichtigen Dinge des Lebens. Lasst Euer Nervensystem etwas zur Ruhe kommen. Yoga ist in Euch und alles Wissen ist in Euch. Spürt in Euch, was Ihr jetzt benötigt. Lasst Euch nicht von diesen stürmischen Winden wild herumwirbeln sondern lernt, wie der Adler, die Thermik zu nutzen! Mit Vertrauen und Zuversicht wird uns dieser Wind auch in die richtige Richtung tragen und wir werden den Weg erkennen. 

 

Lokah samasta sukhino bhavantu

 

Marianne

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